Wenn du dachtest, dass die Entscheidung eine Familie zu gründen eine schwierige war, dann stehst du bald vor der nächsten weitreichenden Entscheidung.

Bevor du dich entschließt wieder ins Berufsleben zurückzukehren, halte einen Moment inne und berücksichtige vielleicht auch die folgenden Faktoren um zu sehen, ob du lieber zu Hause bleiben oder wieder in den Job zurückkehren möchtest.

Es spielt keine Rolle, ob du es das erste, das zweite oder das dritte Mal tust. Wenn du aus der reinen Mutterrolle in die Rolle der arbeitenden Mutter wechselst, wirst du immer wieder Veränderungen managen müssen.

Versuche Geduld mit dir selbst zu haben und natürlich auch mit anderen.  Denn alle müssen sich erst an die wieder neue, veränderte Situation anpassen. Es wird etwas Zeit brauchen, bis alles entspannt zusammen passt und alle sich an die neue Situation gewöhnt haben.

Aber als Mutter wirst du auch diese Herausforderung meistern!

1. Wieder im Job – dein eigenes Geld 

Checke deine Finanzen. Nicht die deiner Familie oder die deines Mannes, sondern deine eigenen. Schreibe dir auf, wie viel Geld du hast und wie viel du davon zur freien Verfügung hast – auch um dir mal etwas Besonderes leisten zu können oder für den Fall der Fälle. 

Wie viel kostet eine Kinderbetreuung, die Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr oder der Kraftstoff für den Weg zur Arbeit? Was gibst du für Essen aus und was kosten dich die neuen Klamotten für den Job?

Vergleiche die Kosten mit deinem (potenziellen) Verdienst. Dann hast du eine Idee, ob du gerade so über die Runden kommen wirst oder ob du am Ende des Monats noch genug Geld übrig haben wirst, um dir eine Reserve anzulegen, oder einen Wunsch zu erfüllen. Fast die Hälfte der Frauen in Deutschland verdienen im Jahr 2019 weniger als 1.000 Euro im Monat, wie diese Studie zeigt. Davon kann man nicht leben.

Wie viel Geld willst du verdienen? Hast du dir darüber schon einmal Gedanken gemacht? Welcher Job schwebt dir vor? Möchtest du lieber halbtags wieder einsteigen oder gleich Vollzeit? Oder willst du dir vielleicht doch endlich den Traum von der Selbständigkeit erfüllen?

Falls du Hilfe bei der Entscheidungsfindung benötigst, findest du diese zum Beispiel in meinem Strategietag

2. Willst du wieder zurück in den Job? – Deine Gefühle  

Achte nicht darauf was andere sagen. Höre nicht auf deine Schwiegermutter – ja gegebenenfalls nicht einmal auf deine eigene Mutter. 

Machst du dir Gedanken darüber, was du willst? Ja du! Niemand sonst sollte über dein Leben entscheiden. Niemand sollte dir vorschreiben, ob und wann du (wieder) arbeiten gehst. Wann und wie du wieder in den Job einsteigst. Du allein entscheidest das.

Natürlich kannst du dir unterschiedliche Ansichten und Meinungen anhören, aber entscheiden tust du. Es ist dein Leben. Wie fühlst du dich bei der Vorstellung, zu Hause zu bleiben? Wie bei der Idee arbeiten zu gehen? Dich selbständig zu machen?

Welches Vorbild möchtest du für dein Kind sein?

Wichtig ist, dass du dich gut fühlst mit der Entscheidung. Das sie für dich richtig ist. Ich selbst bin einige Jahre zu Hause geblieben. Es gab auch auf dem Land keine Möglichkeit der Kinderbetreuung, wie ich sie gebraucht hätte. Tagesmütter boten keine adäquaten Zeiten an. AuPairs haben bei uns nicht funktioniert und meine Mutter lebte damals 150 km entfernt. Also musste ich zu Hause bleiben, bis beide Kinder in den Kindergarten gehen konnten.  

Ich wurde allerdings immer unzufriedener, weil mir die Aufgaben als Vollzeit Köchin, Hausfrau, Chauffeur, Kindermädchen und so weiter nicht ausreichten, auch wenn es natürlich toll war mit den Kindern zu spielen und mit Ihnen gemeinsam neue Erfahrungen zu machen.

Aber auch das Leben als berufstätige Mutter liegt nicht jeder. Es gibt Millionen von Kindern berufstätiger Mütter, die erfolgreiche, liebenswerte, tolle Erwachsene geworden sind. Gleiches gilt genauso für Kinder, deren Mütter zu Hause geblieben sind. 

Frage dich: Willst du wieder in den Job einsteigen? Es geht hierbei um dich und deine Wünsche und Ziele.

3. Beide berufstätig? – Deine Beziehung zu deinem Partner 

Kochen, waschen, putzen, einkaufen, den Müll rausbringen, die Kinder überall hinbringen, Geschenke für jeden Anlass besorgen, sich um den Garten kümmern, – kurz um den Haushalt.

Wenn sowohl du als auch dein Partner arbeiten, dann ist es eher wahrscheinlich, dass ihr euch Aufgaben und Haushalt teilt. Wenn du zu Hause bleibst, werden sich die Aufgaben und Verantwortung für den Haushalt deutlich zu deinen Lasten verschieben. 

Sprecht darüber, wie deine Entscheidung wieder in den Job einzusteigen eure Beziehung beeinflussen wird. Wünscht sich dein Partner ein “Heimchen am Herd”? Oder unterstützt er deine persönliche und berufliche Weiterentwicklung?

Nehmt euch Zeit für ein solch wichtiges Thema. Redet miteinander. Durch das Kind ändert sich in euer beider Leben alles. Ihr müsst euren Alltag neu organisieren und eure Beziehung neu denken.

Ihr müsst ein Team sein. Aufgaben gehören in jedem Fall gerecht verteilt. Es ist ein Geben und Nehmen. Jeder hat seine Stärken und wenn beide Partner diese einsetzen, dann meistert ihr euren Alltag mit Bravour.

Mache dir rechtzeitig Gedanken über deine Zukunft – und die deiner Familie. Mehr Tipps dazu findest du in meinem Artikel „Kind und Karriere leichter vereinbaren – 20 entscheidende Tipps“.

4. Deine Ziele und Pläne für die Zukunft 

Spätestens wenn deine Kinder größer werden, wirst du dich fragen ob, wann und wie du wieder dein eigenes Geld verdienen kannst. Wie du wieder in den Job einsteigen könntest. Während deine Kinder wachsen und gedeihen, wirst du dich vielleicht danach sehnen, wieder einen Anzug zu tragen und dich morgens auf den Weg ins Büro zu machen.

Du hast eine Lücke in deinem (beruflichen) Lebenslauf. Je länger du zu Hause bleibst, desto größer wird diese Lücke. Manch Arbeitgeber wird nur auf die Papierform sehen und dich – natürlich nicht offiziell- aufgrund der Tatsache, dass du Mutter bist und eine Zeit lang nicht an dem aktiven Berufsleben teilgenommen hast, ablehnen. Diese Arbeitgeber können die vielen Vorteile, die du als Mutter hast nicht wertschätzen. 

Du kannst jedoch schon vorher etwas tun, um diese Lücke im Lebenslauf zu verkleinern, zu schließen oder mit neuen Fähigkeiten zu füllen.

So habe ich zum Beispiel während meiner Elternzeit aktiv Kommunalpolitik gemacht. Sowohl auf Gemeinde-Ebene, als auch auf Bundesland-Ebene. Dadurch konnte ich unter anderem meine Führungskompetenz ausbauen, sowie unter verschiedensten Gegebenheiten mit den unterschiedlichsten Menschen zusammen arbeiten.

In der Zeit habe ich auch begonnen, mich besonders für die Rechte von Frauen und insbesondere Müttern einzusetzen.

Du kannst natürlich auch etwas ganz anderes machen. Dabei ist es nicht wichtig, ob es sich um ein Ehrenamt handelt, einen Teilzeitjob, einen Minijob oder ob du von zu Hause aus arbeitest. 

Mit den unterschiedlichsten Tätigkeiten lassen sich neue Dinge lernen und der Lebenslauf wird aufpoliert. Auch Online-Kurse oder das Bücherstudium können helfen, wenn keine anderen Möglichkeiten bestehen.

Heutzutage haben wir Frauen meistens eine sehr gute Ausbildung und sind hoch spezialisiert, wenn wir die Berufswelt vorübergehend verlassen, um Kinder zu bekommen und sie aufzuziehen. Daher werden viele Arbeitgeber die Fähigkeiten und Erfahrungen von Müttern mehr und mehr schätzen lernen.

Vor Kurzem unterhielt ich mich mit einem Geschäftsführer, der im Bereich des Factoring tätig ist und der schon jetzt große Schwierigkeiten hat, seine weiblichen Angestellten wieder zurück zu bekommen, wenn Sie erst zu Hause sind und sich um Familie und Haushalt kümmern. 

Du bist also in einer guten Ausgangssituation, um wieder ins Berufsleben einzusteigen. 

Es geht um deine Zukunft.

Ich bin Marna Michel und ich helfe Müttern, wieder erfolgreich im Beruf durchzustarten und ihre Karriereziele zu erreichen. Mit passgenauen Strategien und Werkzeugen, um die Position im Job zu erreichen, die du haben möchtest. Bewirb dich hier für ein kostenloses Strategiegespräch mit mir: https://marnamichel.com/strategiegespraech/